Dieser letzte Geburtstag vor der 40 hat sich besonders angefühlt

Es war der Geburtstag meiner Verlobten gestern. Ihr letzter in ihren Dreißigern und irgendwie war das ein Gedanke, der den ganzen Tag mitgeschwungen ist. Kein runder Geburtstag, zumindestens noch nicht. Aber genau deswegen vielleicht ein bissl besonderer. So wie ein sanfter Vorbote auf das, was nächstes Jahr kommt. Und ich hab mir vorgenommen, dass ich nächstes Jahr noch ordentlich einen draufsetz. Aber dazu später mehr.

Wir haben den Tag ganz gemütlich begonnen, ohne Stress. Ein bisschen Frühstück zu zweit, dann ein Spaziergang entlang der Donau. Es war sonnig, aber nicht zu heiß. Genau richtig. Ich hab sie gefragt, worauf sie Lust hat. Sie meinte einfach: Überrasch mich. Das ist bei ihr meistens ein Code für „Ich bin neugierig, aber ich will’s nicht planen.“

Am Nachmittag sind wir dann in ein Restaurant am Wasser gegangen, das wir schon lange auf unserer Liste hatten. Wir hatten einen Platz direkt am Fenster, mit Blick aufs Wasser und auf die vorbeischwimmenden Boote. Es war fast kitschig schön, aber halt nur fast. Grad noch auf der richtigen Seite von romantisch.

Die Hauptspeise war einfach der Wahnsinn. Ich hab selten so einen perfekt gebratenen Fisch gegessen. Knusprige Haut, butterzart innen, auf einem cremigen Püree, das nach Wurzelgemüse geschmeckt hat. Rundherum ein leichter Sud, der alles verbunden hat. Dazu ein Glas Sekt und ein kleiner Beilagensalat mit Thunfischflocken, irgendwie edel, ohne aufdringlich zu sein. Auf dem Bild sieht man’s eh: Das Ganze schaut fast aus wie aus einem Gourmetmagazin.

Aber das Dessert, das war dann der Moment, wo’s fast ein bissl feierlich wurde. Ein cremiges Stück Torte, wahrscheinlich Cheesecake, mit Keksbrösel, Schokosauce und einer kleinen Geburtstagskerze. Und vor allem: ein kleines Schild aus Schokolade mit „Happy Birthday“ drauf. Ich hab gemerkt, wie sie kurz innegehalten hat. Dann ein Lächeln, so richtig von Herzen. Es war nicht viel, aber es war genau richtig.

Und jetzt? Jetzt grübel ich schon, was ich nächstes Jahr machen soll. Der Vierziger ist nicht irgendein Geburtstag. Ich weiß, sie tut immer so, als wär ihr das alles nicht so wichtig. Aber ich kenn sie. Tief drinnen liebt sie kleine Gesten, Überraschungen, Momente, die zeigen: Ich seh dich. Ich kenn dich. Und genau das will ich ihr geben.

Vielleicht eine kleine Reise? Oder ein Fest mit all den Menschen, die sie liebt? Oder etwas ganz anderes. Ich hab noch ein Jahr Zeit. Und ich will, dass es unvergesslich wird.

Was ich aber heute schon weiß: Der gestrige Tag war kein Probelauf, sondern ein Geschenk für uns beide. Still, schön und irgendwie echt. Ich glaub, das sind eh die besten.

 

Daminus

Hallo, ich bin Daminus, 82er Baujahr, Internet vernarrt und verbringe Stunden auf Youtube und Co. Wenn ich mal in die Arbeit gehen muss, verbringe ich sie als "Sandwich Designer" bei einem großen Fast-Food Konzern. Play big, win big, that's the only way to play!

 

Schreibe einen Kommentar